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Lichtfängerblog

Erfahrungen mit der Canon G16

Zwischen Bern und Genf wurde mir im Zug mein Fotorucksack entwendet. Ich stand in Genf mit leeren Händen da. Im Toll-free-Bereich des Genfer Flughafens habe ich dann bei einer sehr kleinen Auswahl die Canon G16 gekauft. Ausschlaggebend waren die manuell bedienbaren Einstellräder auf der Oberseite der Kamera sowie der kleine optische Sucher.
Der Sensor misst diagonal nur ca. 9 mm. 11 MPixel zusammen mit dem RAW-Aufzeichnungsformat sorgen dann aber für eine erstaunliche Bildqualität. Das Objektiv bietet mit einem Brennweiten-Äquivalent von 28-140mm und einer Bendenabstufung von 1:1.8 bis 1:2.8 die Grundlage für sehr viele Bereiche der Fotografie. Natürlich fehlt auf der Weitwinkel- oder auf der Teleseite immer etwas.

Die Kamera macht aber in der Regel immer das, was sie soll: Gute Bilder, scharf bis an den Rand. Bei den meisten Bildern habe ich das Rad für die Belichtungskorrektur verwendet. Das geht sehr rasch, vor allem, wenn im Display das Histogramm eingeblendet ist.
Der optische Sucher ist nur brauchbar, wenn die Sonneneinstrahlung die Sicht auf dem Display zu stark einschränkt.
Die Kamera ist schnell, unkompliziert und bietet viele Optionen.
Die P-Einstellung geht zu rasch auf die Blende 1:1.8 herunter. Deshalb habe ich meist mit Av gearbeitet. Die ISO-Empfindlichkeit habe ich auf ISO 1600 eingeschränkt, ich ging aber dann meist nicht über ISO 400 hinaus.

Ohne Stativ, nur mit Hilfsmitteln wie Mauern, Bänke, etc. gelingen sehr gute Nachtaufnahmen.
Die Schatten lassen sich im RAW-Format recht gut aufhellen.
Es tritt aber recht schnell Farbrauschen auf. Das lässt sich in Lightroom recht einfach reduzieren.

Bilderbeispiele:
Hohe Helligkeitsunterschiede sind kein grosses Hindernis

Telefotos mit recht grossen Schärfentiefe auf Grund des kleinen Sensorformates.

Fotos mit einem hohen Dynamikumfang sind möglich, wenn man auf die hellsten Stellen achtet.

 Panoramen

Falls der Bildwinkel mit 28 mm zu gross ist, kann man durch das Zusammensetzen mehrerer Bilder doch recht eindrückliche Bilder generieren.

Makro

Der Makro-Bereich ist einfach zuschaltbar. Man muss allerdings sehr sehr nahe an die Objekte herangehen.


Da sitzt dann der Schärfepunkt trotz der sensorbedingten Tiefenschärfe nicht bei jedem Bild.

Farben

Die Darstellung der Farben sowie der Weissabgleich sind einwandfrei.

Landschaftsaufnahmen gelingen problemlos. Bei Panoramen muss man allerdings die Farbtemperatur manuell festlegen, da sonst zu grosse Unterschiede in einem Panorama wie im Beispiel auf der linken Seite.

Die Serienbildgeschwindigkeit ist mit 10 B/s sehr hoch.

Sterne

Sterne lassen sich erstaunlicherweise mit dieser Kamera recht gut abbilden.

Fazit

Abgesehen vom Verlust der besseren Hälfte meiner Fotoausrüstung bin ich mit den Fotos aus dieser Kamera sehr zufrieden. Ich konnte in fast allen Situationen fotografieren und habe ansprechende Ergebnisse erhalten. Ich hatte mit dieser Kamera weniger Stress wegen der kleineren Erwartungshaltung und viel weniger zu tragen als mit meiner Pentax-Ausrüstung.

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Benedikt Meier

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By Daniele Zedda • 18 February

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